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Fragmente und Aphorismen

 

Ich glaube nicht an Zufall. Es wäre zu einfach, unsentimental, geheimnislos, und selbst wenn alle Wissenschaftler herausfinden werden, daß es überhaupt nichts als Zufall gibt, werde ich trotzdem behaupten, es gibt keinen Zufall, sondern nur unbeobachtbare Formen einer überweltlichen Kraft, die Selbst kein Zufall ist.

Der große Vorteil des Denkens besteht darin, daß man sich alles vorstellen kann, ohne bestraft zu werden, daß man die ganze Welt in Frage stellt, ohne dasß die Welt an sich, sich dadurch verändert!

Was wir Erfolg nennen, ist in den meisten Fällen das Bedürfnis über andere zu triumphieren!

Zwei Dinge die miteinander streng verbunden sind, die im Grunde wesentliche Elemente unserer Definition als ethische Menschen sind, zwei Dinge auf die man auf keinen Fall verzichten sollte: Freiheit und Würde.

Es gibt eigentlich kein irdisches Paradies für die, die keine Liebesträger sind, denn das Paradies diesseits der Sonne besteht nicht aus Schmerzlosigkeit, sondern darin, daß der Schmerz im Namen der Liebe und der Hoffnung möglich zu ertragen ist.

Die Welt scheint mir absurd zu sein. Nur die Möglichkeit, daß man sie sich anders vorstellen kann, macht sie erträglich!

Das Leben so wie es ist, kann schöner sein, wenn du verstanden hast, wie es sein sollte.


Die Kindheit ist eine Welt an sich, in der es keine Vergangenheit und Zukunft als Problem gibt, sondern nur die ewige Gegenwart. Jedes Ding, jede Blume, alles was es gibt, ist für das Auge eines Kindes sinnvoll. Ein großes Spielplatz scheint die ganze Welt zu sein. Wenn es überhaupt ein Paradies gibt, dann sollte es wie die Kindheit sein, natürlich und einfach.


Es gibt Momente, in denen ich geneigt bin zu glauben, daß das Glück meines Lebens darin besteht, daß es Worte gibt, mit denen ich schreiben und reden kann , und daß die Welt möglich zu denken ist, als wäre sie ein Puzzle- Spiel, deren Formen uns gegeben sind , damit wir alleine die Schönheit eines Bildes, und dessen Geheimnis bilden können.


Wohl dem, der darauf nicht verzichtet hat, an die Macht der Poesie und Liebe zu glauben!

Ein Brief schreiben, ist eine Form des In-der-Welt-durch-dich-seins, die Einsamkeit als Weise mit dem anderem zu sein. Eigentlich glaube ich daran, daß einen Brief auch ohne Worte vorgestellt werden könnte, ein Brief als wäre er die Anwesenheit der Abwesenheit des Wortes.


Mit Lächeln im Blick und Sonne im Herzen kann man verstehen und vergehen, ohne daß die Vergänglichkeit an sich traurig ist.


Leben als Kunstwerk. So wie der Künstler sein Material formt, um es schön zu machen, so müssen wir unser eigenes Leben formen, um es würdig für die Ewigkeit zu sein.


Die liturgische Stimmung des Denkens und des Seins!


Für mich gibt es zwei große Symbole der geistigen Freiheit: das Brandenburger Tor und Sokrates` Tod.


Es gibt Augenblicke, wofür es sich gelohnt hat , auf die Welt zu kommen. Diese Augenblicke verkörpern die ganze Macht der Welt.


Selbst wenn ich meine Jugendzeit auf diese Momente beschränken würde, würde ich sie als den Höhepunkt erkennen. Es ist ein Gottesgeschenk diese Momente erfahren zu dürfen. Ein Orkan der Gefühle.


Ab jetzt könnte ich diese Momente als gespeicherte Nahrung verwenden, und davon ein Leben lang zehren .Ich könnte auch ruhig sterben, und trotzdem möchte ich weiter leben, um zu sehen, wie die Welt zu Grunde geht.

Für jedes Herz, das liebt, gibt es eine Märchenwelt.


Groß sollte man sich sowohl im Glück, als auch im Unglück zeigen.



Man braucht im Grunde nur Hoffnung, Liebe und Glaube, um würdig existieren zu können. Es scheint uns doch sehr wenig zu sein, doch dieses Wenige ist alles, was uns beibt, wenn wir alles verloren haben.



Höre nie auf, an das Gute der Meinscheit zu glauben, selbst wenn dein Glauben so schwach und manchmal so absurd scheint. Derjenige, der ständig glaubt, findet immer ins Innere seines Seins die Kraft der Liebe und der Hoffnung.

Was ist das für eine Philosophie, die eine Wissenschaft sein will, wenn sie vor allem nicht geschaft hat, eine Leidenschaft zu sein!?

Man sollte den Umgang guten Menschen suchen, mit denen selbst die Einsamkeit als ein Geschenk Gottes sich zeigt und denen gegenüber man sich nicht alleine fühlt.

Unser Leben sollte eigentlich eine Endeckungsreise sein, wo man sich widerfinden kann, indem man versucht den anderen zu verstehen und zu lieben.

Mit der Vergänglichkeit der Zeit sich verwöhnen, dies ist für mich sehr wichtig. Dies verstehen, heißt zu akzeptieren, daß alles vergänglich ist, und das Schön- Interessante besteht darin, daß alles von dem Sein im Nichtsein verschwindet. Diese Weise zu sein unter dem Himmel des Augenblicks, soll nicht als Verurteilung, sondern als einen Segen verstanden werden.

Die Musik, die Poesie, alles, was wir Kunst nennen, hat eine einzige Aufgabe: das Wesentliche und Bleibende aller Erscheinungen der Welt als Widerspiegelung zu ermöglichen.



Manchmal bin ich geneigt zu glauben, daß die menschliche Liebe und die göttliche nichts gemeinsames haben.


Was ich absurd finde ist, daß das Universum und der Mensch gegenseitig indifferent sind...


Aus der Perspektive der metaphysischen Notwendigkeit sind wir alle identisch!


Zwischen dem Verstand und dem Gegenstand bildet sich unsere Vorstellung. Und es hängt nur davon ab, ob wir glücklich oder unglücklich sind.

Oft benutzen wir eine Sprache, die wir nicht wissen, sondern nur kennen!

Manchmal habe ich das Gefühl, das Verstehen sei nur ein Licht, dessen Strahl uns ab und zu berührt.

Zwei kämpfende Kräfte erkenne ich in mir: eine die an Gottes Liebe glauben kann und die andere, die sich fragt, ob Gott überhaupt zu unserem Besten kämpft.

Alles ist zugleich Komödie und Drama. Lachen oder weinen sind genau so absurd, wenn man an die transzendente Finalität des Lebens nicht glauben kann!

Das philosophische System ist das Begrabensein des Denkens! Ohne das Gefühl des Relativismus - als Echo der geistigen Freiheit - ist jeder Schritt in der Philosophie absurd.

Was erwarte ich von einem Gedicht oder Aphorismus? Ich glaube nicht an eine intellektuelle Erlösung, obwohl ich weiß, daß man durch Lektüre intensive und zeitlose Momente erleben kann. Ich erwarte aber, das mir ein schönes Gedicht oder Fragment Licht und Weite vermittelt. Es geht eigentlich um diejenige poetisch-philosophische Konstruktion, die ein inspiriertes Dasein ermöglichen.

Einsamkeit als metaphysische Erfahrung: mit allen überall, nirgends mit allen in Dir selbst. Ich als Instanz der Entfernung...

Ich glaube mehr und mehr, daß die Welt keine Harmonie des Gewordenen ist, sondern eher eine indifferente Szene für Schauspieler, die spurlos verschwinden!

Wenn Gott existiert, dann zeigt er sich auch dem, der hoffnungslos durchs leben geht. So hoffe ich...

Es ist merkwürdig, wie das Ende als Stimulans des Denkens dient!

Nur wenige von uns leben, die meisten existieren bloß!

Intelligent und raffiniert zu flirten heißt es, die Gewandtheit zu besitzen, zwischen den Zeilen zu lesen.

 

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